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Forschung und Innovation

Bildung, Forschung und Innovation für die Menschen - und die Zukunft unseres Landes

Für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung unseres Landes ist Forschung unverzichtbar. Gute Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden nicht erst in der Uni gemacht – sondern im Kindergarten! Denn Gute Bildung ist zentrale Voraussetzung für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg. Gute Bildung ist seit anderthalb Jahrhunderten zentrales Motiv sozialdemokratischer Politik. Wir wollen, dass jeder Mensch das Beste aus sich machen kann und gute Bildung zur Verfügung steht – unabhängig von der eigenen Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern. Die SPD hat in ihrer Geschichte und damit auch der unseres Landes schon viel erreicht, was heute selbstverständlich erscheint: Dass kein Schulgeld mehr bezahlen muss, dass Kinder unterschiedlicher Religion und Herkunft die gleiche Schule besuchen können, dass nicht zwischen Mädchen und Jungen unterschieden wird und dass auch die Kinder von Arbeitern Abitur machen und sogar studieren können. Wir möchten, dass bei Kindern das Talent und ihre Leistung für ihr Fortkommen zählen – und nicht das Einkommen ihrer Eltern. Wir wollen jedem Menschen eine solide Ausbildung ermöglichen, egal, ob das eine duale Ausbildung oder ein Studium ist – beides ist wichtig! Dennoch gibt es hier und in anderen Ländern immer noch viele Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten, die wir weiter bearbeiten müssen. Das Eintreten für mehr Gerechtigkeit und die Erfolge der SPD haben mich überzeugt.

Aus einer Arbeiterfamilie stammend waren für mich Realschule und die Lehre vorgesehen – das war für meine Eltern schon viel mehr als es für sie möglich gewesen war. Der Weg zum Naturwissenschaftler ist mir nicht in die Wiege gelegt worden – die Neugier schon. Wie übrigens bei jedem Menschen. Jedes Kind will wissen, wie etwas funktioniert, wie Leben entsteht oder Häuser gebaut werden. Deshalb dürfen wir kein Kind zurücklassen und müssen jedem die Chance geben, sein Talent zu nutzen.

Deutschland besitzt eine Vielzahl von Forschungsstandorten, die weltweit attraktiv und geachtet sind: Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitäre Einrichtungen, Unternehmen sowie Bundes- und Länderinstitute. Insgesamt gibt es in Deutschland über 750 öffentlich finanzierte Forschungseinrichtungen sowie verschiedene Forschungs- und Entwicklungszentren, die von Industriekonzernen betrieben werden. Allein das Ruhrgebiet bildet mit 22 Hochschulen die dichteste Hochschullandschaft in ganz Europa, dabei wurde mit der Ruhr Universität Bochum die erste Universität in der Region erst 1962 gegründet. Neben den vier Universitäten in Bochum, Dortmund, Duisburg/Essen, der Privatuniversität Witten/Herdecke, der FernUniversität in Hagen und einer Vielzahl von Fachhochschulen/HAWs haben auch zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen ihren Standort im Ruhrgebiet.

Die Wissenschafts- und Forschungspolitik der SPD zeichnet sich aus durch Offenheit für Innovationen und die Bereitschaft, alle notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen für gesellschaftlichen Fortschritt und damit Deutschland weiterhin international führend und wettbewerbsfähig in Wissenschaft und Forschung bleibt. Wir führen den gesellschaftlichen Dialog über die Chancen wie über die Risiken neuer Technologien. Wir bekennen uns zur Freiheit der Forschung, benennen aber auch Grenzen da, wo sie uns ethisch und gesellschaftlich sinnvoll und notwendig erscheinen. Grundlagenforschung stellt für uns dabei einen Wert an sich dar und bedarf keiner (ökonomischen) Rechtfertigung. Sie ist Basis aller weiteren Arbeiten. Von der angewandten Forschung erhoffen wir Beiträge zu einer verantwortlichen und verantwortbaren Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Denn wir stehen vor zahlreichen Herausforderungen, die sich nur durch Innovationen aus Wissenschaft und Forschung nachhaltig lösen lassen. Beispielsweise brauchen wir neue Ideen aus der Energieforschung, kluge Konzepte im Kampf gegen die Folgen des Klimawandels, und wir benötigen unabhängige Forschung zur Gestaltung des digitalen Wandels. Wir benötigen aber auch Anregungen zum konstruktiven Umgang mit den Folgen des demographischen Wandels, wir setzen auf Innovationen in Medizin und Pflege zur Bekämpfung der Volkskrankheiten – aber auch seltener Erkrankungen – und müssen die Veränderungen in der Arbeitswelt – auch mit Blick auf die rasante Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) – positiv gestalten. Mit den Ergebnissen solcher Forschung wächst auch unsere Verantwortung, sie auch zum Wohle von Menschen in anderen Regionen unseres Planeten und für künftige Generationen einzusetzen.

Vor allem unter der politischen Verantwortung der SPD für die Bildungs- und Forschungspolitik der letzten Jahrzehnte sind innovative und nachhaltige Forschungsfördermaßnahmen gestartet worden, die bis heute sicherstellen, dass Wissenschaft und Forschung einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer modernen Gesellschaft leisten. So wurde u. a. 2005 unter der SPD-Forschungsministerin Edelgard Bulmahn der Pakt für Forschung und Innovation beschlossen (und bis heute fortgesetzt), um die Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftssystems zu stärken. Er gilt für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die vier großen außeruniversitären Forschungsorganisationen Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), Helmholtz-Gemeinschaft (HGF), Leibniz-Gemeinschaft (WGL) und Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und bietet den Organisationen finanzielle Planungssicherheit durch einen regelmäßigen finanziellen Zuwachs von 3 % pro Jahr. Im Gegenzug verpflichten sich die Forschungsorganisationen z. B. den Austausch mit Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken und chancengerechte und familienfreundliche Strukturen und Prozesse zu gewährleisten. Eine Maßnahme, um die uns die Welt beneidet und aus dem "kranken Mann Europas" unter Helmut Kohl einen angesehenen Wissenschaftsstandort und ein wirtschaftlich erfolgreiches Land gemacht hat.

Auch der erfolgreiche Hochschulpakt (ab 2021 Zukunftsvertrag)und die Exzellenzinitiative (seit 2017 Exzellenzstrategie), die unter der SPD eingeführt wurden, werden bis heute fortgeführt und haben die deutsche Hochschul- und Forschungslandschaft nachhaltig positiv verändert. Dennoch muss es uns gelingen, auch die Grundfinanzierung der Hochschulen insgesamt zu verbessern (hier gilt es, den Widerstand der CDU/CSU- geführten Länder und des grünen Ministerpräsidenten Kretschmann zu überwinden und mehr Kooperationsmöglichkeiten zuzulassen).

Nicht nur als stellvertretender forschungspolitischer Sprecher und Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion für die Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“ liegt einer meiner politischen Schwerpunkte auf der Forschungspolitik. Von A wie Antarktis bis Z wie zoonotische Erkrankungen habe ich schon viele spannende Themen bearbeiten dürfen. Ich freue mich, Sie hier auf meiner Homepage über aktuelle forschungs- und wissenschaftspolitische Themen informieren zu können. Für Fragen und Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung. 

Die Schwerpunkte meiner Arbeit: