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Röspel: Es gibt keine falschen Menschen

27.01.2005

26. Januar 05

Als „unglaublich arrogante Entgleisung“ sieht der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel die Äußerungen des FDP-Abgeordneten Daniel Bahr an, in Deutschland bekämen „die Falschen“ die Kinder. „In Deutschland gibt es keine ,falschen' Menschen, das sollten wir aus unserer Geschichte gelernt haben“, meint Röspel. Außerdem verlange er von einem Bundestagsabgeordneten, dass er das Grundgesetz nicht nur kennt, sondern auch verinnerlicht habe. Und dort sei ausdrücklich verboten, Menschen nach ihrer Herkunft zu klassifizieren.
Bahr hatte bemängelt, Deutschland gebe viel Geld aus, um sozial schwachen Familien zu helfen, unterstütze aber Akademikerinnen nicht bei ihrem Kinderwunsch. Diese Aussage sei auch inhaltlich falsch, merkt Röspel an: „Weil die CDU-FDP-Regierung 16 Jahre lang das Geldverdienen als wichtigsten Lebensinhalt gesehen und gefördert hat, haben wir heute eine so geringe Geburtenrate.“ Erst die rot-grüne Bundesregierung habe damit begonnen, durch ihre massive Familienförderung und die Verbesserung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dazu beizutragen, dass Kinder kein Armutsrisiko mehr sind und dass auch Akademikerinnen sich für ein Kind entscheiden könnten, ohne ihre Karriere aufs Spiel zu setzen.
Recht habe Bahr lediglich mit der Aussage, in Deutschland hänge der Lernerfolg eines Kindes vor allem vom Bildungsniveau der Eltern ab. Auch das sei eine Folge der falschen Familien- und Bildungspolitik der Kohl-Regierung. Daraus aber die Forderung abzuleiten, vor allem Akademikerinnen zu fördern, zeuge von einem „unglaublich elitären Bewusstsein“, wirft Röspel dem 28-jährigen FDP-Politiker vor, der auch zum Bundesvorstand seiner Partei gehört. Röspel: „Wir wollen, dass Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern gleiche Bildungs-Chancen haben. Das ist und bleibt sozialdemokratische Politik.“

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