René Röspel MdB
Pressemitteilung
Ihr Abgeordneter für Hagen und den südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis

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22. November 2016

Sensibilität bei sicherheitsrelevanter Forschung rückt in den Fokus

 

Ob Pocken- oder Grippevirus: Gerade in den Lebenswissenschaften wird oft in hohem Maße an risikoreichen Themen geforscht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler trifft dabei eine besonders hohe Verantwortung, meint der stellvertretende forschungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, René Röspel. Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt es vor diesem Hintergrund, dass die Wissenschaft das in sie gesetzte Vertrauen nutzt und sich dem Thema der sicherheitsrelevanten Forschung stärker als bisher widmet.

 Der jüngst veröffentlichte erste Tätigkeitsbericht des „Gemeinsamen Ausschusses zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung", den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina 2015 eingesetzt haben, belegt, dass die Sensibilität für sicherheitsrelevante Forschung in unserer Wissenschaftslandschaft wächst. So ist ein stetig wachsendes Netzwerk von Ansprechpartnern auf diesem Gebiet zu erkennen. Bis Ende 2017 geht der Ausschuss von mindestens hundert sogenannter „Kommissionen für Ethik sicherheitsrelevanter Forschung" (KEFs) an deutschen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und -gesellschaften aus. Auch die Empfehlung, das Thema Doppelte Verwendung („Dual Use") von Forschung in die Lehrinhalte und Curricula möglichst aller relevanter Studiengängen an den Hochschulen zu verankern und so bei Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftlern bereits möglichst früh ein Bewusstsein für die potenzielle Gefährlichkeit von Forschung zu schaffen, ist begrüßenswert.

Der Ansatzpunkt der SPD-Bundestagsfraktion war stets, dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst verantworten müssen, was sie tun können und was sie tun dürfen. Das gebietet nicht zuletzt die grundgesetzlich verankerte Forschungsfreiheit. Wie erwartet, ist die Wissenschaft diesem ethischen Anspruch gewachsen. An die bisherigen Bemühungen des Gemeinsamen Ausschusses gilt es nun anzuknüpfen und das bestehende Netzwerk weiter zu vergrößern und zu professionalisieren.