René Röspel

René Röspel MdB

Ihr Abgeordneter für Hagen und
den südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis
 
Pressemitteilung

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19. 1. 12   

Zweifelhafte Zusatzaufgabe für Mehrgenerationenhaus

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen die ohnehin schon mit sehr hohen Anforderungen konfrontierten Mehrgenerationenhäuser nun auch Kundinnen und Kunden der Bundesagentur für Arbeit und ihrer Jobcenter betreuen. Darüber haben das Bundesfamilienministerium und die Bundesagentur eine Vereinbarung getroffen. „Das ist ein starkes Stück“, ärgert sich der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel: „Arbeitslose werden an die Mehrgenerationenhäuser abgeschoben, aber das hat mit ihren eigentlichen Aufgaben überhaupt nichts zu tun.“ Die dort haupt- und ehrenamtlich Aktiven seiend für die Vermittlung von Arbeitslosen weder zuständig noch kompetent. In Röspels Wahlkreis gibt es Mehrgenerationenhäuser in Hagen und Ennepetal.

Die Hauptaufgabe eines Mehrgenerationenhauses sei, Begegnungen zwischen allen Generationen zu fördern. Das Hagener Mehrgenerationenhaus, das Röspel als Kuratoriumsmitglied des Kinderschutzbundes von Anfang an kennt und begleitet, muss mindestens 15 Angebote in den vorgegebenen Schwerpunkten Freiwilliges Engagement, Alter und Pflege, Integration und Bildung sowie haushaltsnahe Dienstleistungen bereithalten – „für künstlich geschaffene zusätzliche Aufgaben ist dort kein Platz.“
Eine solche Vereinbarung zwischen Bundesagentur und Ministerium über die Köpfe der Mehrgenerationenhäuser hinweg sei ein Unding. Die Mitarbeiter und Freiwilligen würden durch solche zweifelhaften Partnerschaften verunsichert und von ihren Aufgaben abgelenkt, befürchtet Röspel. Selbstverständlich wolle auch die SPD-Bundestagsfraktion, dass Arbeitsuchende sich bürgerschaftlich engagieren. Dazu böten die Mehrgenerationenhäuser durchaus Möglichkeiten. „Aber fest steht: Engagement darf nicht verordnet werden. Freiwillig muss freiwillig bleiben und die Bundesregierung darf sich nicht aus ihrer Verantwortung für Arbeitslose stehlen“, fordert René Röspel: „Nicht in den Mehrgenerationenhäusern, sondern in den Jobcentern muss den Menschen ohne Arbeit Hilfe und Unterstützung entgegengebracht werden!“