
17. 12. 09
Gestern hat der Verwaltungsrat des Europäischen Instituts für Technologie (EIT) die Standorte der ersten drei Wissens- und Innovationsverbünde (KIC) bekannt gegeben. Wissenschaftlich bearbeitet werden dabei die Themenbereiche Informations- und Kommunikationstechnik, nachhaltige Energien und der Klimawandel. Die SPDBundestagsfraktion begrüßt es ausdrücklich, dass in allen drei Wissens und Innovationsverbünden deutsche Forschungseinrichtungen vertreten sein werden. Dieses Ergebnis zeigt, wie gut die deutschen öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen im europäischen Vergleich aufgestellt sind.
Zeigen muss sich jetzt aber erst noch, ob das Instrument EIT - ein Wunschprojekt von EU-Kommissionspräsident Barroso - tatsächlich einen europäischen Mehrwert für Bildung, Forschung und Innovation kreieren kann. Daran gibt es leider immer noch berechtigte Zweifel. Geklärt werden muss auch die weitere Finanzierung. Entscheidend wird dabei sein, ob die Wirtschaft wirklich einen substanziellen Beitrag an der Finanzierung dieses Projektes leistet. Dass es daran noch immer hapert, legt den Schluss nahe, dass die Unternehmen scheinbar nicht an den Erfolg des Projektes EIT glauben.
Die SPD-Bundestagsfraktion spricht sich dafür aus, dass das EIT bis 2012 von externen Sachverständigen evaluiert wird. An Hand dieser Ergebnisse muss dann über die Zukunft des EIT ergebnisoffen entschieden werden.