
18. 6. 10
Bürgermeister Stobbe erinnerte daran, dass es im Rat „keine Probleme“ bei der Entscheidung für die Sanierung gegeben habe: „Schließlich sparen wir ja auch in Zukunft erheblich bei den Heizkosten.“ Schwelm hatte aus dem Konjunkturprogramm insgesamt 1,5 Millionen Euro für Bildungs-Investitionen und 686 000 für Infrastrukturmaßnahmen erhalten, ergänzte Röspel, der auch stellvertretender Vorsitzender der AWO EN ist: „Hier ist beides kombiniert worden.“ Die im August 1997 fertig gestellte Kindertageseinrichtung sei „architektonisch wunderschön“, sagte AWO-Geschäftsführer Jochen Winter, „nur leider war die Bauausführung miserabel. Wir hatten vom ersten Tag an Bauschäden.“ Angeregt durch das Konjunkturprogramm im vergangenen Jahr habe man sich schließlich zur Renovierung „von Grund auf“ entschlossen.
Seit Oktober 2009 wurden dann unter Regie des Schwelmer Architekten Lars Wehnau und Koordination der städtischen Mitarbeiterin Verena Lange aufwändige Maßnahmen zur Wärmedämmung an den Außenwänden des dreistufigen Baukörpers umgesetzt. Ein großer Teil der bodentiefen Fenster wurde ausgetauscht und alte Holzverblendungen durch Mauern ersetzt, um Feuchtigkeit fernzuhalten und Kältebrücken zu unterbinden. Im Außenbereich wurden neue Drainagen gelegt, abgedichtet, neu gepflastert und schließlich der neu aufgebrachte Putz durch Malerarbeiten verschönert.
Wie dringend die Arbeiten wirklich waren, verdeutlichte Verena Lange: „Noch bevor ich in Elternzeit gegangen bin, war ich mit den Bauschäden hier beschäftigt.“ Inzwischen ist ihr Kind acht Jahre alt.
Dirk Hiby, langjähriger Leiter der AWO-Kindertageseinrichtung, die im Jahr 2008 als Familienzentrum des Landes NRW zertifiziert wurde, ist stolz auf das Ergebnis der Sanierungsarbeiten und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Architekturbüro, heimischen Handwerksbetrieben, Stadt Schwelm und AWO. Jeweils eine Gruppe zog während der Bauarbeiten für eine Woche in den Gemeinschaftsraum um. Und obwohl sich die Fertigstellung durch den langen Winter deutlich verzögert hat, freute sich auch Architekt Lars Wehnau: „Die Zusammenarbeit hat sehr viel Spaß gemacht.“