
14. 6. 10
Bundesweit seien 130 000 Eltern, vor allem alleinerziehende Mütter, von der „völlig unsozialen Streichorgie“ betroffen. „Während der Bankier oder der Bundestagsabgeordnete durch die zum Jahresanfang erhöhten Freibeträge pro Kind 90 Euro mehr im Monat netto hat und seine Frau für die Kindererziehung bis zu 1800 Euro Elterngeld pro Monat bekommt, weiß die Mutter, die Hartz-IV bezieht, bald nicht mehr, wie sie Windeln, Babynahrung oder -kleidung bezahlen soll“, kritisiert Röspel.
Hinzu komme die Streichung des Heizkostenzuschusses und des Rentenbeitrages. Dadurch sei weitere Altersarmut programmiert. „Arme Familien, Alleinerziehende und Rentner zahlen damit die schwarz-gelben Steuergeschenke für Hoteliers, Superreiche und Erben“, ärgert sich der Abgeordnete: „Damit zeigen die Kanzlerin und der FDP-Vorsitzende deutlich, dass es ihnen nicht um soziale Gerechtigkeit geht, sondern ausschließlich darum, diejenigen zu schröpfen, die sich am wenigsten wehren können.“