
15. 1. 10
Laut der Studie gaben 19 Prozent aller Studienabbrecher an, dass finanzielle Probleme der Hauptgrund für den Abbruch darstelle. Als einer von mehreren Gründen für den Abbruch geben sogar über 50 Prozent aller Studienabbrecher finanzielle Probleme an. An den Fachhochschulen liegt die Abbrecherquote aus finanziellem Grund sogar bei 27 Prozent. Begründet wird das in der Studie damit, dass an Fachhochschulen mehr Menschen aus einkommensschwächeren und bildungsferneren Elternhäusern studieren sowie Menschen, die auf dem zweiten Bildungsweg zum Studium gekommen sind. „Das ist besonders erschreckend, trifft es hier doch Menschen, die sowieso schwierigere Anfangsbedingungen haben“, meint Röspel.
Die Studie zeige einmal mehr, dass Studiengebühren ungerecht sind und unserer Gesellschaft schaden. „Das darf nicht sein!“, fordert Röspel: „Der richtige Weg wäre auf Studiengebühren ganz zu verzichten, so wie es die SPD seit langem fordert und die FernUniversität in Hagen praktiziert.“ Schavans und Pinkwarts Stipendienprogramm gehe ebenfalls an der Realität vorbei. Was wir jetzt hingegen bräuchten, sei die Erhöhung und Verbesserung des BAföGs. Insofern gehe die Ankündigung der Bundesregierung, das BAföG zu erhöhen, in die richtige Richtung. Das reiche aber noch lange nicht, solange Studiengebühren junge Menschen vom Studium abhalten oder zum Abbruch zwingen.