Wahlfreiheit zwischen ökologischer, konventioneller und transgener Anbauweise
Bekannt ist die rote Gentechnik, die sich mit medizinischen Anwendungen, z.B. der Stammzellforschung, auseinandergesetzt. Daneben gibt es die Grüne Gentechnologie (besser Agro-Gentechnik), die sich mit der Züchtung von Pflanzen beschäftigt. Ein Beispiel dafür ist der Gen-Mais MON-810. Aber auch die weiße Gentechnik, dabei geht es um die Herstellung von chemischen Produkten und Enzymen, die blaue Gentechnik, dabei wird im Bereich maritimer Anwendung geforscht, und die graue Gentechnik, die besonders im Bereich der Umwelttechniken eingesetzt wird, gehört in die Kategorie der Gentechnik.
In meiner Arbeit im Forschungsausschuss beschäftige ich mich
vorwiegend mit der Roten und Grünen Gentechnik.
Bei der Roten Gentechnik spielen immer wieder ethische Aspekte eine Rolle. Das ist besonders in der Diskussion
über die embryonale Stammzellforschung deutlich geworden. Hier kommt es häufig zu parteiübergreifenden Beschlüssen.
Noch stärker
diskutiert werden im Ausschuss aber die Fragen zur sogenannten Grünen Gentechnik. Die Besonderheit der Grünen oder Agro-Gentechnik ist, dass ihre Anwendung
nicht im geschlossenen Labor stattfindet, sondern am Ende eine Ausbringung in die Umwelt erfolgt. Mögliche negative Auswirkungen sind
somit im Zweifel auch nicht mehr rückholbar. Auf meinem Schreibtisch stapeln
sich die Publikationen mit Pro- und Kontra-Argumenten zu diesem Thema.
Ich
tendiere zum Kontra, da die möglichen Gefahren zu hoch sind, der Nutzen
(bis auf den Gewinn von Firmen wie Monsanto und co.) hingegen viel zu gering. Eine kommerzielle Anwendung der Agro-Gentechnik ist für mich noch nicht verantwortbar.
Wichtig ist für mich, dass Bauern und Verbraucher die Wahlfreiheit zwischen
ökologischer, konventioneller und transgener Anbauweise und denen daraus
hergehenden Produkten behalten. Das haben wir Forschungspolitiker, zusammen mit
den Verbraucher- und Landwirtschaftsexperten der SPD-Bundestagsfraktion, durch
Abstandsregeln und dem Etikett „keine Gentechnik“ im Gesetz gewährleistet.
2. 07. 2009
Rede zur Beschlussempfehlung und zum Bericht des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu dem Antrag der Abgeordneten Ulrike Höfken, Bärbel Höhn, Cornelia Behm, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN "Kein Genmais-Anbau gegen den Willen der Bürger in der EU" (Drs. 16/13398, 16/13663)
23. 04. 2009
Rede in der Aktuellen Stunde auf Verlangen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu "Meinungsverschiedenheiten in der Bundesregierung zum Anbauverbot des gentechnisch veränderten Mais MON 810" am 23. April 2009
8. 08. 2007
Zur Zustimmung des Kabinetts zum Gentechnikgesetzentwurf erklären die zuständigen Berichterstatter der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung, René Röspel, und der Arbeitgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der SPD-Bundestagsfraktion, Elvira Drobinski-Weiß:
5. 07. 2007
Rede zum Bericht des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Antrag der Fraktion des BÜNDNISSES 90/ DIE GRÜNEN "Schutz von Mensch und Umwelt bei Freisetzungsexperimenten gewährleisten" (Drs. 16/4556, 16/5755) sowie zum Bericht des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Antrag der Fraktion des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN "Keine Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen auf dem Gelände des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben" (Drs. 16/4904, 16/5893)
24. 05. 2007
Rede zur ersten Lesung des von der Fraktion des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes über genetische Untersuchungen bei Menschen (Gendiagnostikgesetz - GenDG) (Drs. 16/3233)
10. 05. 2007
Rede zum Antrag der FDP "Eigentumsrechte und Forschungsfreiheit schützen - Entschiedenes Vorgehen gegen Zerstörungen von Wertprüfungs- und Sortenversuchen sowie von Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen" (Drs. 16/2835, 16/4474) zum Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN "Keine Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen auf dem Gelände des Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben" (Drs. 16/4904) sowie zum Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN "Einfuhrverbot für Produkte aus dem gentechnisch veränderten Mais MON863 anordnen" (Drs. 16/4905)
8. 03. 2007
Rede zur ersten Beratung des von der Fraktion der FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Änderung des Gentechnikgesetzes (Drs. 16/4143)
25. 05. 2004
Rede zur Ersten Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Neuordnung des Gentechnikrechts
und
Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft zu dem Antrag der Fraktionen der SPD und des BÜNDNISSES 90/DIE GRÜNEN: „Wahlfreiheit für die Landwirte durch Reinheit des Saatgutes sicherstellen“.
11. 03. 2004
Rede zum TOP „Beratung des Antrags der CDU/CSU: Biotechnologie als Schlüsseltechnologie stärken“
23. 10. 2003
Rede zum TOP „Beratung des Antrags der CDU/CSU: Verantwortung für die Sicherung der Welternährung übernehmen - Chancen der grünen Gentechnik nutzen“
Bundestagsprotokoll vom 23.10.2003